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Wieder da!

Wieder da

Verdammt ist das kalt hier!!! So, das musste mal gesagt werden! Kaum zu glauben, da saß ich eben noch bei knapp dreißig Grad auf dem Hoteldach am Pool, einen Moment später setzte ich den Fuß auf deutschen Boden und befand mich zwischen einer Flut von Deutschen an der Passkontrolle anstellte… Verdammt!

Nun bin ich wieder hier! Nach dem ich einen Anschlag auf meine Ohren am Flughafen Tegel letzte Woche Freitag entkommen war (diese massenhafte deutschsprachige Akustik hört sich echt Horrorshow an!), trank ich mein erstes Bier, welches mir mein Onkel direkt nach der Landung am Flughafen reichte. Eine 0,5L Flasche Deutsches Bier. Das Zeug hat hier doppelte und dreifache Wirkung!! Bis ich wieder halbwegs Trinkfest bin (deutsches Maß), wird wohl noch viel Zeit vergehen.

Kaum war ich zu hause, meldete ich mein Auto an und war mehr als erstaunt beim Verkehrsamt, als man mich „anberlinerte“. Lange nicht mehr gehört… außer von der Familie, was man bei ihnen so aber nicht mehr wahr nimmt.

Bei Oma & Opa war dann das erste große Treffen der ersten hälfte meiner Familie. Hatte sich dort nichts geändert^^ Alles wie immer und gut ging es ihnen auch. Der Hof war derselbe, das essen lecker, der Weg zu ihnen der gleiche. Anders war nur, das ich mehr als üblich redete. Klar, ich biete ja auch derzeit ein hohes Maß an Gesprächsstoff.

Fühlte sich alles nicht an als sei ich wieder zuhause. Da wo ich aufgewachsen bin und dort, wo ich die ganzen Leute bereits ein Leben lang kenne. Auch heute, eine Woche später fühlt es sich so an, als würde ich mich die Tage wieder auf den Weg machen um weitere Abenteuer zu erleben. Die Welt ist groß und so vieles muss ich mit eigenen Augen noch sehen!

Samstag fuhr ich zu Papa, wo mich ein Grillabend erwartete. Mit der anderen hälfte der Familie machten wir uns über Fleische, Salat und Kuchen her! Wie in alten Zeiten:> Grillen tun wir ständig. So völlig normal lief es dort ab. Ich erzählte zwar viel über Australien, es fühlte sich aber dort bereits so an, als läge es schon lange zurück. Dennoch fühlte ich mich noch immer nicht wie zuhause.

Sonntagabend gab es Pizza für die Jungs, die Mädels und mich, als sich meine alte Bande in unserer Lieblingspizzeria trafen und uns gegenseitig gemustert hatten. Natürlich sahen sie alle noch so aus, wie ich sie in Erinnerung hatte. Alle Arme und Beine waren noch dran. Ein Ring hatte auch niemand am Finger. Jedoch gab es den ersten Nachwuchs :> Hoffe die Tage stoße ich noch auf ein paar mehr der alten Bande, welcher sich langsam über das ganze Land verteilt hat.

Auf der Arbeit schaute ich auch gleich mal vorbei. Ein wenig quatschen und mein Arbeitswiedereintritt klar machen. Mittwoch geht es wieder los… Bin mal gespannt wie sich die Firma entwickelt hat. Meine Kollegen sind noch dieselben, mit denen man ein Haufen spaß haben kann. Die Befehlsebene ist auch noch immer die gleiche. Eine ganz andere als in Australien, unterschiedlicher als Tag und Nacht…

Zu guter letzt war ich zwei Nächte in Leipzig um meine Schwester  + Mann + Nichte zu besuchen… und shopen natürlich! Verdammt hat sich Leipzig verändert! Früher kam es mir immer sooo groß vor, in jeder Ecke gab es etwas neues großes… Heute sah ich nur eine Stadt die um die 500.000 Einwohner haben sollte. Die Straßen kommen mir nun nicht mehr so Eng und die Häuser nicht mehr so hoch vor. Habe unterwegs wohl den Großstadt Blick erhalten :D

Mit meiner Nichte habe ich gespielt wo es nur geht. Hatte zuvor schon starke sorgen das ich mir mein Platz als Lieblingsonkel schwer zurück erobern muss (von wem eigentlich?^^). Aber diese Sorgen waren unbegründet. Wir spielten, ich las etwas vor, tanzten, tobten, schmusten und und und, was das Zeug hielt! Alles ist dort, wie es sein sollte :>

Und nun mal weiter schauen… Noch ist alles ganz seltsam hier und habe viele Minuspunkte in die Deutsche spalte geschrieben. Punkte für „Jede sau steht in der Mitte der Rolltreppe und macht kein Platz für die, die keine Lust haben bei 1km/h die Etage zu wechseln“ oder „die Deutsche Sprache an sich“ oder „Unfreundlichkeit“. Aber natürlich gab es auch ein paar Pluspunkte. Klar ist ein negativ Trend zu erkennen.

Reicht für heute! Dabei habe ich noch Unmengen mehr zu erzählen o_0

#Diesen Blog wird’s übrigens noch neh weile geben ;)

Mi.2012-09-03

Martin B / Boogie Em

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Geschrieben von - 12. Oktober 2012 in Allgemein

 

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Finanzen

Finanzen

Nun wird es Zeit ein wenig aus dem Nähkästchen zu plaudern. Etwas wo jeder seine Ohren spitzt. Schließlich will fast jeder wissen wo der andere im Finanzranking steht und wo man sich selbst einordnen muss. (anmerk. Im Nachhinein: so tief wird’s dann doch NOCH nicht ;> )

Aber fangen wir erstmal ganz schlicht an. Australien ist teuer (was man unterstreichen muss!)! Eines der teuersten Länder der Welt. Da kommt unser schwacher Euro lange nicht heran. Dieses wissen sollte von Beginn an tief verinnerlicht werden, bevor man mit dem Gedanken an eine Australien Reise verliert.

Um nach Australien zu kommen, muss man erst einmal 800-1000€ für den Hinflug (hin + zurück zusammen gebucht 1500€) blechen. Der Flieger kostet allein schon ein Haufen Kohle mit der man auch seine Wohnung schick herrichten kann. :>

Als normal Reisender muss man dann auch seine Nahrungsmittel (hier ist nichts All Inclusive!) selbst kaufen, wofür man pro Tag 10-20€ einplanen sollte. Will man dann auch mal lecker Essen gehen, geht unter 10€ der Teller eigentlich nichts (nach oben sind keine Grenzen gesetzt). Ein 2,5€ Döner gibt es hier nicht, nur türkische Pizza für 8€ und zählt damit zu den billigsten Fast Food essen. (3L Wasser 2€, 1 Brötchen 60Cent, Toast 3€, Bananen 4€/kg, Nudeln 1,5€, Nudelsoße 3€, 500g Kaffee 15€, Kekse 2-4€, Bier 2€+++, Wein 10€+++, Wisky 40€+++).

Auch will man mal weich wo schlafen(nicht unbedingt sauber), wofür man etwa 25€ die Nacht für ein vier Bett Zimmer anpeilen sollte (750€ im Monat). Natürlich kann man auch umsonst im Auto schlafen, aber das Ding mit 300.000km+ muss auch erst einmal bezahlt werden. Aber selbst mit Auto muss man ab und an mal ein Zeltplatz anfahren, wofür ebenfalls ~25€ die Nacht fällig werden.

Aber der Sprit ist billig! ~1,15€/L bezahlt man in den wenigen Großstädten an der Küste und im Outback kann man schon mal bis zu 1,70€/L blechen. Deswegen sollte man schon ein paar Kanister auf den Dach mit sich führen, damit man so lang wie möglich mit den billig Zeug über die Runden kommt. Ich habe in meinen 4 Monaten 22.000km zurück gelegt, was in etwa 3.000€ Diesel gekostet hatte.

Alles in allen sollte man pro Monat minimal 2100€ für sich einplanen. Wenn man ein Sparfuchs ist!!! Wer überall Kumpels findet und mit diese zum tanzen will oder einfach mal ein paar Tagestouren machen will, sollte mit mindestens mit 2500€ im Monat rechnen. Darunter geht eigentlich nichts, außer ihr macht nichts… Ich habe es einmal unter 1600€ im Monat geschafft, was wirklich sehr wenig ist! In diesem Monat war ich halt dauerhaft in einem sehr billigen Hostel mitten im nirgendwo und es bot sich auch gar keine Möglichkeit Geld aus zu geben (außer für Pils). Plant ihr eine Australien Reise für ein Jahr, solltet ihr überlegen, ob ihr die minimalkosten von 30.000€ dafür stemmen könntet.

 

Ich arme Sau hatte natürlich nicht mal ansatzweise so viel Geld :D So war ich nach 2,5 Monaten total pleite. Geplant war der Bankrott bei 5Monaten XD. So ging ich mir Arbeit auf einer Farm suchen. Das war nicht so einfach wie alle gern behaupten. Zumindest ist es Zufalls abhängig ob man auf eine Abzocker Farm landet oder nicht. So könnt ihr von einem Stunden Lohn von etwa 12-15€ ausgehen, sofern ihr nicht schwarz bezahlt werdet. Viele Farmer geben dir gern das Bare direkt auf der Hand, was dann meist weniger ist, als der Mindestlohn. Das Überangebot an Backpackern ist nun mal da und das wird natürlich dreiste ausgenutzt. Auch müsst ihr beachten das es keine 8 Stunden Regel für Feldarbeit gibt. So schuftet ihr vielleicht nur morgens 3h, weil später die Früchte beim pflücken am Tage pampig werden würden oder ihr arbeitet nur 5h weil es ab mittags einfach zu unerträglich heiß wird zum arbeiten und selbst die kalte Wasserschlauchdusche nichts mehr bringen würde. So habt ihr oft gerade mal genug verdient um eure Unterkunft zu bezahlen. Aber natürlich gibt es auch Jobs mit Überstunden, bei den man bis zu 10h+ bei 40°C+ unter der tödlichster Sonne schuften darf (Hura!) Männer bekommen meist die Pflücker Jobs und die Mädels die Verpacker Jobs in den Klimatisierten Hallen wo der Chef sitzt… Weiba-.- 90% der Leute beim Pflücken sind übrigens frische Abiturienten :D

Dann gibt’s natürlich normale Jobs! Es wird in Australien viel gebaut. Straßen, Häuser, Parkanlagen, alles boomt hier wie verrückt. Arbeiten dort werden meist mit 16-24€/h bezahlt. Wer eine Ausbildung wie Maurer, Klempner, Elektriker, Maler oder ähnliches gelernt hat, kann schon zwei drei Euro mehr pro Stunde verdienen. Aber Achtung! Ihr müsst für fast alle Handwerklichen Berufe euer EIGENES Werkzeug mit bringen, welches zuvor teuer gekauft werden muss… Und wer weis, wie lange ihr euren Arbeitsplatz behaltet?

 

Huch! Schon wieder so viel Text geworden. So gebe ich euch eine Pause und setze nächste mal meine Job Übersicht weiter (Mechaniker, Fräser, etc).

#Fliege übrigens gleich Heim ;) Aber darüber schreibe ich das (über?)nächste mal was!

Mi.2012-09-03

                                                                                                                                                                  Martin B / Boogie Em

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Geschrieben von - 4. Oktober 2012 in Tagebuch des Boogies

 

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Issed wat für dich?

Issed wat für dich?
In sieben Tagen beende ich meinen 360 tägigen Kurzurlaub. Vieles gab es zu Berichten und vieles wie „Arm an Krokodil verspeist“ oder „An Wettschlafturnier der Koalas teilgenommen“ sollte für die Leser dieses Blogs nichts ungewöhnliches sein, sollte ich doch noch darüber etwas schreiben. So wird es Zeit mal etwas ab zu schweifen um den Leser ein kleinen Einblick zu geben, ob für sie nicht auch ein kurzer Abstecher zum roten Kontinent etwas wäre.
Erstmal ja, das wäre sicher was für dich! ;) Oder irgendein anderes Land deiner Wahl. Einfach mal raus kommen, etwas anderes als das normale Durchschnittlich Leben kennen lernen. Es gibt mehr als den 24 Stunden Rhythmus „Schlafen-Arbeiten-Essen-bisschen Freizeit“ oder „Schlafen-Arbeiten-Spielen“(meiner). Ich meine diesen habt ihr noch 50 Jahre lang (18250 Tage, davon 13035 Arbeitstage) vor euch und ein Jahr Unterbrechung wird euch schon nicht um eure Existenz bringen. Stattdessen werden die Gedanken an erlebtes euch an kriegerischen Arbeitstagen den Stress vergessen lassen oder euch an einem warmen Wintermorgen von -20°C wärme schenken.

Dicker Boni der Reise ist natürlich das man die Sprache des bereisten Landes lernt (möglicherweise). Was war ich damals schlecht in Englisch! In der Schilde kam ich schon gar nicht damit klar (habe ja schon genug Probleme mit Deutsch) , dann habe ich sieben Arbeitsjahre kein Englisch mehr gesprochen und anschließend stand ich in Australien. Einem englisch sprachigen Land.
Ich habe überlebt! Es kümmert hier auch fast keinen das man schlecht Englisch spricht. Es ist ein Einwanderungsland und Sprachprobleme stehen deswegen auf der Tagesordnung. Die Australier zeigen Geduld. Nach und nach hat man die Basis dann auch irgendwann drauf. Ich bin zwar nicht da angekommen wo ich nach einen Jahr Fremdsprache hin wollte, aber ich kann mit meinen englisch überleben und verstehen. So verstehe ich den Unterschied, wenn mich jemand  mit einem Messer in der Hand fragt ob ich meine Pizza geschnitten haben möchte und verstehe wenn der Mann mit dem Messer in der Hand stattdessen mein Geld haben will…  Auch reicht es für Filme schauen, Animes mit englischen Untertiteln und Büchern mit englischen Inhalt. Was will ich mehr? Im nach hinein sage ich mir aber dennoch das ich in den ersten Monat ein englisch Kurs hätte machen sollen, welcher täglich 5-6 Stunden in Anspruch genommen hätte und sich zweifellos ausgezahlt hätte. Nächstes Leben. ;)
In Zukunft werde ich weiter an meinen englisch feilen. Weiterhin werde ich englische Filme und Animes schauen. Bücher weiterhin auf englisch kaufen und mir eine englische zweit Gilde suchen :D Irgendwann werde ich es dann schon richtig drauf haben ;) Englisch ist nur halb so schwer wie viele denken! Den die Welt lernt das gleiche englisch und die Welt ist deswegen auf gleicher Höhe.
Dann ist eine lange Reise erwähnenswert in der Bewerbung. Es zeigt dem Potenziellen Arbeitgeber das der Junge/ Frau was allein auf die Beine stellen kann, das er sich etwas traut, das er nicht dumm sein kann und nicht Händchen haltend zu seinem Arbeitsplatz geführt werden muss. Wenn man dann auch noch in dem Fremden Land in seinem Ausbildungsberuf gearbeitet hat, gibt’s noch einen fetten und kursiven Pluspunkt Extra!
Man lernt viele Leute kennen! Es ist kein Geheimnis das es nicht gerade mein Ding ist, mit allen und jeden Kontakt auf zu nehmen, aber dennoch habe ich viele Leute getroffen und mit ihnen geplaudert. Wer versteht Kontakte zu knüpfen, wird hier keine Schwierigkeiten haben einen gewaltigen Freundeskreis auf zu bauen, welcher dank 3,5mio deutschen in Australien, selbst im Falle einer Rückkehr nach Deutschland Bestand haben sollte.
Wer sich jeden Mittwoch und Samstag erhofft endlich dank Lotto seine Taschen voll gestopft zu bekommen und von einem Leben ohne Arbeit träumt, kann sich in diesem Jahr schon mal daran probieren, ob ein solches Leben für ihn etwas wäre. Ich war insgesamt 4 von 12 Monaten arbeiten. Sehr viel Urlaub also (12-4=8), mehr als jemals zuvor! Ich muss klar sagen das es mir langsam reicht! Frei zu haben ist schön, toll und so… aber ohne Arbeit fehlt zumindest mir etwas.  Man kommt sich einfach überflüssig vor… ganz seltsam… weis kaum etwas mit sich an zu fangen. Das verstehen sicher nur Leute, die gleiches bereits erlebt haben. So freue ich mich schon sehr auf meinen ersten Arbeitstag, den ich 1,5Wochen nach meiner Rückkehr antreten werde. Ja, für solche Aussagen ernte ich stehst ausnahmslos unverständliches Kopfschütteln. XD Bin wohl doch ein Arbeitstier, was ich nie für möglich gehalten habe:> Nie mehr ohne Arbeit!!!
Man kann zuhause sagen das man etwas erlebt hat. Wie schrecklich wäre es, wenn die Kinder (meiner Geschwister) mich eines Tages fragen was ich alles schon in meinen Leben Erlebt habe und könnte nur von der Arbeit, Schule oder den ein oder anderen Tagesausflug sprechen. Sie würden sicher wenn Onkel Martin schläft „Langweiler“ auf meiner Stirn schreiben…
Es muss nicht unbedingt ein Land so bereist werden wie ich es tat. Es gibt hunderte Soziale Organisationen welche Weltweit aktiv sind und ständig nach Arbeitskräften für ein paar Monate oder Jahre suchen (keine Gehalt, aber Aufenhalt wird Bezahlt). Sie greife zb den Menschen am Amazonas unter die Arme, verteile Essen in Afrika oder mach eines der vielen anderen möglichen Dingen wo Hilfsorganisationen eben gebraucht werden. Für Infos muss man nur kurz google anwerfen und nicht nach 1-2 erfolglosen Suchen gleich aufgeben und die Unternehmung „Soziales, unbezahltes, aber spendiertes Jahr“ in den Papierkorp werfen. Ich würde gern auch sowas machen, nur sind meine Mainskills ehr Computer spielen und Fräsen. Damit kann ich nicht sooo viel helfen und der drang danach ist auch nicht ausreichend stark genug :D
Es kann im Ausland auch eine Frau fürs Leben gesucht werden! ;> Ich habe immer die Augen nach einer offen gehalten. Frauen… Frauen und der Boogie. Das war immer schon ein Thema für sich… Es wird in Zukunft ein dickes Ding werden ein Mädel für mich zu finden. Nicht weil meine Ansprüche zu hoch und nun noch viel höher geworden sind. Nein, das Problem liegt darin, das ich viel zu genau weis was ich suche, bzw weis wie sie sein sollte und wie nicht. So wird Boogie sicher ein Solo Leben führen und im Rentenalter von seinen Neffen und Nichten zuhause aufgenommen (lieblings Onkel halt). :<
Angst braucht man auch keine haben. Zumindest trifft es auf Australien zu. Schlangen, Spinnen, Krokodile und Koalas sind nur im Ausländischen (nicht australischen) Fernsehen gefährlich! Niemand kommt hier wegen irgendwelcher Gifte oder Bisse ums Leben. Niemand wird von verrückten aufgeschlitzt. Die meisten Städt´ler haben noch nie eine dicke Spinne oder Schlange gesehen, obwohl sie seit 60 Jahren hier leben. Nur in Zoo´s stoßen sie mal auf eine…
Frauen können hier ebenso sicher Reisen wie Männer. Sogar sind hier mehr Mädels unterwegs (womöglich achte ich aber einfach nur mehr auf Frauen ;> ). Noch nie habe ich etwas von „verschollen“, „ermordet“ oder ähnliches gehört.

So reicht nun! Nächste mal geht es ums Geld verdienen. Dann werde ich von den Lesern nur noch unverständliches Kopfschütteln ernten…
#Leider habe ich keine passenden Titelbilder ;)
Fr.2012-09-28
Martin B / Boogie Em
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Geschrieben von - 28. September 2012 in Tagebuch des Boogies

 

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Der Besuch ist da!

Der Besuch ist da!

Nah uh ha! Nach so langer Zeit hatte ich schon richtig Angst das meine rostige Tastatur einen weiteren Artikel nicht mehr mit machen würde… Aber bis hier -> X <- fühlt sich noch alles halbwegs funktionsfähig an. Jedoch ist der Artikel noch lang nicht am Ende…

Alles voran, ich war lange Zeit zu faul und nun zu beschäftigt um irgendwas auf die Öffentlichkeit los lassen zu können. Anfangs war da dieses große, geheime Mysterium „XY2“ welche mich zwei Wochen lang in Brisbane in seinem Bann geschlagen hatte und nun ist es Familien Besuch (Mutti + Mann), weswegen ich nicht mehr gemütlich Stunden lang in Cafes sitzen kann um Artikels zu schreiben. ;>

Ohne Anspannung oder große Aufregung empfing ich meine beiden Besucher vor zwei Wochen am Flughafen. Ich erkannte sie sofort als sie aus der Ankömmling Tür schritten und schon viel man sich nach so langer Zeit in die Arme… und… und… joar… Also in Filmen kommt das schon etwas spektakulärer rüber. Mit Tränen in den Augen. Sachen werden fallen gelassen, wenn man aufeinander zu rennt. Die Menge spaltet sich zwischen einem. Der Besuchte hält ein Six Pack Bier in den Händen. Jedes andere Geräusch verliert an Klang… So war es eigentlich nicht. Vielleicht habe ich auch nur zu viele Filme gesehen (allen voran Schmusefilme), in dem das so ablief und bringe dort ganzschön was durcheinander (so viele Filme/ Serien…)! Aber vermutlich wird ehr aktives Facebook nutzen und wöchentliche Skype Sitzungen am Deutschen Frühstückstisch einiges geändert haben bei Wiedervereinigungen. Vor 100Jahren, wäre auf der Rollbahn mit Ruß geschwärzten Gesicht und Fliegerbrillesicher alles anders abgelaufen…. Aber trotzdem habe ich mich riesig gefreut! Es herrschte zur Ankunft halt nur nicht das Gefühl, als wäre man 1/125tel eines Lebens (meine länge) fort gewesen. Um dieses Typische feeling wie früher zu haben, muss man wohl ein Offline Land bereisen (Ich? Das wäre hart…)

Nun ziehen wir zu dritt die Ostküste Australiens nach Norden mit einem Wohnwagen, nach dem wir 2 Tage lang Brisbane unsicher gemacht hatten.

So haben wir schon ein Koala-Kängurus-Krankenhaus besucht weswegen Muttis Australien reise sich allein schon gelohnt hat! (Kein Koala oder Känguru kommt an Mutti vorbei ohne einmal richtig ordentlich durch geschmust zu werden!)

Dann gab es lange Boottouren und ein Ausflug nach Fräser Island (~150x30km Sandinsel), wo wir mit einen Offroad Bus am Strand und Insel einwärts lang gerast sind. Macht schon laune mit 80km/h im Turbo am Strand :D

Waren wandern im Caravon National Park und haben fast den ganzen Tag am Fluss auf zwei Beinen verbracht.

Eine Katamaran Fahrt zum Weißesten Strand Australiens (unter den Top10 Strände der Welt) gemacht, auf der man so richtig schön relaxen konnte und auch Koralen, Delphine und Wale sah. (Achtung! Kein Dance Party Boot, wo ich so richtig dicke Tanzeinlagen hingelegt hätte und das Boot als Tanzkönig verlassen hatte)

Noch mehr Kängurus und Koala Pflegestationen für Mutti. :D
Einen kleinen Wanderausflug um 6 Uhr morgens um Schnabeltiere mal in der Freien Wildbahn zu sehen.*gääähn bei der erinnerung daran*

Dann eine richtige Wale Watching Tour gemacht, bei der die Wale uns direkt vor unserer Nase zu gewunken haben, ihren weißen Bauch uns gezeigt haben und unter dem Boot durch getaucht sind.

Eine Rafting Tour (vorhin) im Tuffy River. Mit sechs Leuten und einem Leader im Schlauchboot. Ein riesen Spaß das ganze! Vorbei an spitzen Felsen und den Wasserfällen hinunter geritten! Oder sich einfach bei etwas weniger Strömung im Wasser dank der Schwimmweste lang hin treiben lassen (sau kalt! An der Luft war es zu heiß!). Schade das ich nicht aus dem Boot gefallen bin. Wäre gern mal mit dem Seil in höchster Not zurück ins Boot gezogen worden, um den Aktion Anteil der Adventure Tour zu erhöhen. Aber leider wurde ich nie hinaus geschleudert und „ausversehen“ ins Wasser fallen… damit hätte ich mir nur selbst etwas vor gemacht^^ Die Japaner im Boot hinter uns hatten sau viel Spaß! Die kreischen und sind immer mit vollster Begeisterung dabei. Die sind immer Happy :> <3japanese
Und nun geht’s weiter… Das Strandcafe am Strand von „Mission Beach“ macht gerade zu und auch ich muss weiter ziehen.

Werde wieder versuchen mehr zu schreiben, auch wenn Gewalt von Nöten sein wird. Brauche halt ein Cafe zum relaxen schreiben, aber so viel Cafezeiten sind in unseren recht vollen Terminkalender kaum vorgesehen. Aber wird schon irgendwie zwischen passen!

Hoffe meine Leser merken, das hier was Neues steht…

Noch 1,5 Wochen!

So.2012-09-23

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Geschrieben von - 23. September 2012 in Tagebuch des Boogies

 

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Verbrechen erfolgreich begangen

Verbrechen erfolgreich begangen

Nur noch wenige Punkte auf meiner Liste sind nicht durchgestrichen. So vieles habe ich bereits getan/ gesehen und ist mit einer fetten geraden Linie durchgestrichen worden. Nicht mehr viel ist zu erledigen, alles werde ich aber auch nicht mehr streichen können.

Nun habe ich auch „erfolgreiches Verbrechen begehen“ abgehackt. Einer der schwierigsten Punkte, wollte ich doch nicht gleich Lebenslänglich im Gefängnis sitzen. Um diesen Punkt zu Erfüllung habe ich keine Kaugummis im Supermarkt mit gehen lassen und auch keinen Raubüberfall mit Todesfolge begehen müssen. Nein, den ich bin die letzten Monate Schwarz durch Australien gefahren (22.000km).

Wie sich die Tage herausgestellt hatte, war mein Auto nicht richtig Angemeldet worden/ ich habe es nicht richtig angemeldet und so ist meine Registrierung nach einiger Zeit verfallen, nach dem man mich erfolglos versucht hatte darüber zu benachrichtigen. Entschuldigung, ich war auf Reise und nicht erreichbar…

Nach ein wenig hin und her Telefonieren kam heraus, das ich wohl alles richtig Angemeldet hatte… sofern ich ein echter Australier gewesen wäre. Aber da ich nur Besucher bin mit einer einjährigen Aufenthaltsgenehmigung, hätte ich noch etwas Zusätzlich ausfüllen müssen. Was genau kann ich nicht sagen, denn ich habe bereits „Erfolgreiches Verbrechen begehen“ durchgestrichen und lass das Thema damit hinter mir.

Ich bemerkte es als ich meine Autoregistrierung verlängern wollte, was nötig für ein weiterverkauf gewesen wäre. Nur sagte das Internet das mein Auto nirgends angemeldet seih und später sagte man mir am Telefon man habe die Registrierung gestrichen und ich müsste mein Auto in dem Bundestaat neu Anmelden, wo ich mich gerade befinde.

Dumm gelaufen!

Mein Auto müsste ich also hier anmelden, da man es nur dem Bundesstaat machen kann, in dem man sich befindet. Zuvor war es Westaustralien gewesen, was nun allerding viele tausende Kilometer weit weck ist. Dort im Westen war der Zustand meines Autos egal, Hauptsache es Riss den Straßenbelag nicht auf… Hier im Osten allerdings sieht die Sache schon ganz anders aus! Hier gibt es den TÜF!!!

Als mich auch die vierte Werkstatt fort schickte, nach dem sie wenigstens mein Auto einmal genauer angesehen hatten (die anderen schickten mich direkt fort, nach dem sie meine „Schrottkarre“ sahen), standen wir beide da und wussten erstmal nicht was wir machen sollten. Verkaufen kam ohne Registrierung nicht in Frage, denn das ging einfach nicht. In Deutschland würde man auch kein 460.000km Auto ohne TÜF kaufen, welches verbeult, rostig und die Unterseite nur aus Öl zu bestehen schien.

So fuhren wir beide zum Ausschlachter und ich bekam ein paar Dollar für meine Liebste. Ich hatte immer gewusst, das es einmal so kommen würde…

Die Bullen hatten es bei meiner letzten Kontrolle nicht mal gemerkt:D Dachten sicher der Computer zeigt etwas falsches an. „Unangemeldet? Das kann nicht sein… Sicher ein Fehler!“

Auch wenn mir dadurch viele Dollar durch die Lappen gegangen sind, bin ich froh das er so von mir gegangen ist. Die Tage fuhr er schlechter und schlechter. Sie hatte nur noch wenige Kilometer vor sich gehabt, bevor sie endgültig stehen geblieben wäre. Ein weiterverkauf wäre so völlige Abzocke gewesen. Etwas was mir garnicht passt und mein Herz sicher nicht durchgestanden hätte. Bin also froh das ich auch weiterhin als durch und durch ehrliche Haut durch die Weltgeschichte wandern werde.

*lässt allen Besuchern dieses Blogs eine Auto Schweigeminute einlegen*

Di.2012-08-28

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Geschrieben von - 28. August 2012 in Tagebuch des Boogies

 

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Kultur Festival

Kultur Festival

Am Wochenende war ich wieder auf einem leckeren Kultur Festival. Hier in Australien kann man solche Festivals problemlos starten. Leben hier doch unzählige Menschen aus den kleinsten Ecken wie Schlalach (sich nicht sicher ist), bis hin zu Nordpolarnern und Südpolarnern.

Deswegen herrscht auf einem australischen Kultur Festival ein buntes durcheinander. Von Menschen aus warmen Ländern, welche alle Signalfarben an ihrem Körper wild durcheinander mischen, mit allerhand Zeugs an den Kleidern (Glöckchen etc) und für uns schlichte Deutsche oft etwas seltsam aus sehen. Aber so ist die Welt. Mittlerweile irgendwo auch ein normaler Anblick für mich. Gewöhnt man sich doch an glitzernde Kleidung der Ostasiaten, den besagten bunten Kleidungsstyle der wärmeren Gebiete und den finsteren meist schwarzen Tönen der Europäer. Kleidungsstyle welche die meisten Einheimischen hier auch nach vielen Jahren nicht ablegen konnten.

So schwangen alle friedlich vereint ihr Tanzbein, saßen einfach nur da oder informierten Unwissende. Zwei große Zelte allein waren für Religionen und Entspannung/ Meditation gewidmet, welche ein großen Ansturm hatten. Man konnte sich mit einem der vielen Buddhisten unterhalten, weiter zum Nachbartisch über Islam quatschen und gegenüber versuchen heimlich Jesus Kreuze um zu drehen. Wer eine harte Arbeitswoche hinter sich hatte, konnte sich nach der Massage seiner Wahl (Nord/ Ost/ Süd oder Westlich der Welt, alles Massagen waren vorhanden) durchkneten lassen. Fast hätte ich es mal versucht… beim nächsten Mal… Irgendwann wird sicher mal meine erste Massage sein. :>
Auf den Bühnen wurde viel von den Örtlichen Schulen gesungen oder Kindertänze getanzt (mit Schulunifirmen! Ich bin schon lange der Meinung, das auch in GER sowas ein absoluter muss sein sollte!!!²!!!²) Viele Süd/ Ost Asiatische Tänze waren zu sehen, die so ganz anderes als mein üblicher Stump tanz waren. Sogar ging es bei einen darum möglichst „bescheuert“ zu wirken o_0 und machte dennoch was her ;)

Auch sah ich mit großer Begeisterung das erste Mal Kendo Life. Habe zuvor im Internet die einen oder anderen Kämpfe gesehen und fand das immer ultimativ! Mit dem Schwert auf sich einschlagen… nicht wie beim Fechten, wo man sich mal eben piekt^^ Man waren die Burschen schnell! Zack! Voll gegen den Schädel. :D Aber dieser Sport ist nur was für meine Augen. Selber betreiben hätte sicher was, aber wegen den ganzen Ritualen die man selbst beim Training hat, würde ich ziemlich schnell die Nase voll haben. Sicher gut 1/3 des Trainings führt man Riten mit dem Gegner aus oder so… Werde mir auf jeden Fall zuhause öfter beim Abendbrot der ein oder andere Kampf im Netz anschauen.  :>

 

Aber zum Interessanten ;> Das essen! Bei einem solchen Festival geht es den Standbetreibern nicht darum maximale Gewinne zu erzielen, so dass man ruhig etwas mehr essen kann. All das dortige Essen fand man zwar auch in den Straßen, aber eben auch um einiges teurer.

Über die Hälfte der Speisen kam aus dem Asiatischen Raum. Wofür mein Gaumen sehr dankbar ist, er ist schon seit langen der Meinung, das dort die besten Speisen her kommen (bis auf das Essen Muttis Küche natürlich!). Eigentlich alle Gerichte von dort haben etwas mit asiatischen Nudeln (die EU Nudel ist nun mal ganz anders ;>) oder Reis zu tun. Danach geht es allen Geschmackrichtungen weiter. *riesiger Ramen Fan ist*

Dann kamen die Europäischen Gerichte (spanisch mit seltsamen frittierten Teig (kenne ich aber), Franzosen mit Krebs, Eis (wird immer EU bleiben) und Deutsches Würstchen!) Von den insgesamt ~15 Essens Ständen war der Deutsche Bratwurst stand der mit Abstand meist besuchteste von allen. Er hatte die Allgemeine Bratwurst und Thüringer im Angebot. Ich war nicht dort, da die Schlange einfach zu lang war.^^

Zu guter letzt gab es noch Ostafrikanisch und Pommes Stände… Pommes Stände… Hier gibt es echt ÜBERALL Pommes zu kaufen und doch sind selbst bei diesem Festival die Leute Pommes verrückt. Ich habe die Schnauze davon längst voll. Aber meist ist es das einzige was man in weniger Dicht besiedelten Gebieten bekommt (und Hamburger).

Essen ist wohl das einzige in Australien, wo ich nicht auf mein Geld achte. Hier habe ich einfach jede Küche, aus jedem Winkel der Erde! Entsprechen gehe ich fast täglich irgendwo etwas essen, auch wenn ich oft etwas tiefer in die Geldbörse dafür greifen muss. Essen… wohl das Beste meiner Reise und doch habe ich abgenommen :>

 

Vegetarische Reisrollen. (Vietnamesisch. Reis als Teig (findet man oft) und darin Salat eingerollt. In meinen Jahr in Australien, habe sicher nur ~1/4 oder meines üblichen Fleischverbrauchs daheim gehabt)

Kababu (Somalisch. Eigentlich wie Gulasch mit Kartoffeln, aber Extra Reis ;> )

Curry mit Reis (Japanisch . Wie Gulasch mit Curry. Leider war der Curry nicht scharf genug. Zuvor bei Japanern aber öfter schon Japanisches Curry/ bzw Gulasch gegessen und wahre Geschmacksexplosionen erlebt!)

TTeorbokki (Koreanisch. Reiskekse, Schweinefleisch, süß/scharf. War aber mehr Scharf  ;) War wirklich gut, wobei die Reiskekse nicht jedermanns Sache sind)

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Di.2012-08-14

                                                                                                                                                                  Martin B / Boogie Em

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Geschrieben von - 14. August 2012 in Tagebuch des Boogies

 

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Litchfield Badespaß

njb

Litchfield Badespaß

Ich erinnere mich noch als wäre es gestern gewesen, als ich durch das kühle, klare Nass der Gewässer des Litchfield Nationald Park schwamm. Stark salzig musste das Wasser in meiner unmittelbaren Umgebung geschmeckt haben, nach dem die gnadenlose Hitze von 30°C des Nordens, meinen kälte gewöhnte Körper, aus jeder Pore Salzwaser zog.

Wie im Himmel war es dann. Als mich das frisch an die Oberfläche sprudelnde Wasser verschlang. Da kümmerte es mich nicht mehr, das an jeder Fitze dieser Gegend ein Warnschild vor Krokodilen stand. Sie schienen überall zu sein, sofern man den Schildern glauben schenke. Als wäre die Wasseroberfläche nichts anderes als die schimmernden Rücken dieser Fleischfresser.

Aber schon nach den ersten geschwommenen Metern erinnerte ich mich wieder an hunderten Warnungen am Wasserrand. Was solls… es war frisch… untergetaucht und nachgesehen. Der Blick reichte hundert Meter, vielleicht auch weiter. Kein Krokodil zu sehen, aber so sicher war ich mir dann doch nicht, schließlich war alles vor meinen Augen verschwommen. Der Grund war überseht mit Baumstämmen, wovon dank der unklaren Sicht jedes ein Krokodil sein hätte können. Aber wenn man 2-3-4-5Meter (und in einigen Ecken tiefer) hinunter tauchte, das mögliche Gebiss des Scheinkrokodils berührte, endpuppte es sich doch stets als altes glitschiges Holz.

Allen Mut zusammen genommen und zum anderen Ufer geschwommen erwartete mich schweres feuchtes Nass von oben. Ein Wasserfall viel auf mich viele Meter in die Tiefe. Ganz anders als von den Blechrohren am Beckenrand der Schwimmbäder… nicht so künstlich… nicht so verchlort… Ehr so wie im Himmel!

Hatte man einfach Lust zu schwimmen, war es auch bei diesem winzigen Becken (~80m Radius) kein Problem, versuchte man dort einfach die Strömung des Wasserfalls zu besiegen oder drunter hinweg zu tauchen. Wenn man aber spüren wollte, das man sich vorwärts bewegte, reichte das Becken eigentlich doch schon vollkommen aus. ;> Ein Becken auf das jedes Freibad stolz gewesen wäre! Ihr hättet dabei sein müssen! :>

Dann gab es da noch kleine Wasserlöcher die dank der Strömung Ähnlichkeiten mit einem Whirlpool hatten (meine ich wirklich so und es gab mehr als eines ;> ), kleine Strudel, mehr Wasserfälle, Offroad Straßen, eine alte Mine, bis zu 7m hohe Termiten Berge, bunte Schlangen, Spinnen, Unmengen von Spinnen, Spinnen die größer waren als meine ausgestreckte Hand, angst vor Spinnen, Berge, Buschfeuer und Rangers die darauf achteten, das die beiden Badestellen Krokodilfrei blieben. (Wie sie das machen ist mir ein Rätzel. Gab es keine Absperrzäune, Taucher, Kontrollen oder allgemeine Aufpasser am Wasserrand).

Natürlich bin ich erst ins Wasser gegangen, nach dem ich mir sicher war, das an jenen Tag mindestens einhundert andere Leute vor mir dort baden waren und alle es überlebt hatten. ;>

Gerade mal ein Monat ist vergangen und ich spüre noch immer das kalte Nass an mir. :>

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Mi.2012-08-08

                                                                                                                                                                  Martin B / Boogie Em

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1 Kommentar

Geschrieben von - 8. August 2012 in Tagebuch des Boogies

 

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